22. Februar 2023, 19.30 Uhr Literaturhaus Leipzig, " Was ist heute los in … Litauen? Gespräche über den Osten Europas" 

Die Länder des Baltikums gelten als EU-Musterschüler und erfreuen sich in Deutschland hoher Sympathiewerte. Litauen, das größte von ihnen, zieht mit der malerischen Altstadt von Vilnius oder den Dünen der Kurischen Nehrung zahlreiche Touristen an. Weite, freie Landschaften, eine quirlige Kulturszene in den Großstädten und ein Flair, das westlichen Besuchern vertrauter erscheint als das in manch anderem osteuropäischen Staat … Aber warum haben dann so viele Litauer nach 1990 ihr Heimatland verlassen? Und sind sie dort nicht doch ein bisschen russophob? Eine deutsche Übersetzerin und ein litauischer Übersetzer, die nicht nur in die Bücher, sondern auch sehr genau auf die Welt um sie herum schauen, gewähren Einblicke in Land, Leute und Literatur Litauens.


Mit Claudia Sinnig und Laurynas Katkus. Moderation: Ralf Pannowitsch


Claudia Sinnig war Doktorandin in Vilnius und schrieb später einen literarischen Reiseführer über Litauen. Heute lebt sie im Oderbruch und übersetzt litauische Gegenwartsliteratur, u.a. Bücher von Tomas Venclova.

Laurynas Katkus lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Vilnius. Er hat u.a. Werke von Friedrich Hölderlin und Walter Benjamin ins Litauische gebracht. Auf Deutsch liegen von ihm u.a. »Moskauer Pelmeni« (Essay, 2017) und »Schwankende Schatten« (Roman, 2022) vor.

Eintritt: 5,- / 3,- EUR

Veranstaltung des Übersetzervereins »Die Fähre« e.V., gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen des Programms Neustart Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Details zur Reihe »Gespräche über den Osten Europas« unter: www.faehre-sachsen.de - Gesprächsreihe extra



29. März 2023
, 19.30 Uhr Literaturhaus Leipzig: "Was ist heute los in ... Serbien? Gespräche über den Osten Europas

Unser Blick richtet sich diesmal auf ein Land, von dem es häufig heißt, es stünde zwischen Ost und West. »Russland ist unserem Herzen näher, die EU ist unserem Business näher. Es ist eine schwierige Frage,« so formuliert es ein Bewohner der serbischen Stadt Požarevac in einem Beitrag des ZDF-Auslandsjournals. Dabei ist Serbien seit 2012 Beitrittskandidat der EU, pflegt aber enge Beziehungen zu Russland. Den Krieg gegen die Ukraine befürwortet das Land zwar nicht, beteiligt sich andererseits aber auch nicht an Sanktionen, sondern schloss 2022 einen neuen Gasliefervertrag mit Russland. 

Welche Stellung nimmt Serbien im Gebiet des ehemaligen Jugoslawien heute ein? Welchen Einflüssen öffnet sich das Land heute? Was bedeutet dies für das Land selbst und was bedeutet es für Europa? Welche Debatten finden statt? Welche Entwicklungen und Veränderungen sind im Gange? Was bestimmt den Alltag? Worüber berichtet die Presse? Welche Literatur entsteht?

Darüber diskutieren die Übersetzerinnen Bojana Denić und Mascha Dabić. Es moderiert Edina Covic.

Bojana Denić, geboren 1974 in Belgrad/Jugoslawien, studierte Germanistik an der Universität Belgrad. Bisher übersetzte sie etwa 50 Titel der deutschsprachigen Literatur, u.a. Werke von Clemens Meyer, Wolfgang Hilbig, Anna Seghers, Uwe Johnson, Christa Wolf, Elfriede Jelinek, Thomas Bernhard und Heiner Müller. Ihre Übersetzungen erscheinen z.T. in dem von ihr 2017 gegründeten Mikroverlag »Radni sto«. Der ästhetische Leitgedanke des Verlags ist »Literatur ohne Land«. Zurzeit arbeitet sie an Texten von Thomas Brasch und Brigitte Reimann.

Edina Covic, geboren 1970 in Jugoslawien, seit 1992 in Deutschland; Studium der Literaturwissenschaft (Slavische Philologie), Soziologie und der Wirtschaftswissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt; staatlich geprüfte und allgemein ermächtigte Übersetzerin der bosnischen Sprache und literarische Übersetzerin; aktuell als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS) beschäftigt.

Mascha Dabić, 1981 in Sarajevo (Jugoslawien) geboren, übersetzt Literatur aus dem Balkanraum, u. a. »Ausgehen« von Barbi Marković oder die Werke von Svetislav Basara, Dragan Velikić, Damir Ovčina und Goran Ferčec. Studium der Translationswissenschaft (Englisch und Russisch). Lebt in Wien, arbeitet als Dolmetscherin im Asyl- und Konferenzbereich und lehrt an der Universität Wien. Ihr Debütroman »Reibungsverluste« erschien 2017 in der Edition Atelier. 

Eintritt: 5,- / 3,- EUR

Veranstaltung des Übersetzervereins »Die Fähre« e.V., gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen des Programms Neustart Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Details zur Reihe »Gespräche über den Osten Europas« unter: www.faehre-sachsen.de - Gesprächsreihe extra


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